Franz Bardon mit seinen Büchern.

Mehr als nur Fleisch und Körper

Auch wer nicht glaubt, dass er mehr ist als nur Fleisch und Knochen wird sich früher oder später mit seinen Eigenschaften, Leidenschaften, Trieben und Gewohnheiten auseinander setzen oder sich mit diesen herumschlagen müssen. Er wird erkennen, dass hinter all diesen Äußerungen seines Wesens Gedanken und Gefühle stecken, die er zwar nicht sehen kann, die aber dennoch – wie unsichtbare Geister – weitgehend sein Leben und Schicksal formen und bestimmen.

Viele heutige Therapieformen, New-Age Lehren, psychologische Schulen sowie Erfolgs-Coaches befassen sich zwar mit negativen Denkweisen oder belastenden Gefühlen und versuchen diese umzuformen oder in eine andere Richtung zu lenken, aber in den meisten Fällen nur um krankhafte Erscheinungen zu beseitigen oder scheinbare Erfolge, durch sogenanntes “Positives Denken”, zu erreichen.

Auf eine umfassende Entwicklung von Geist, Seele und Körper wird wenig Wert gelegt. Schon auch deswegen weil angenommen wird, dass das Denken eine hauptsächlich neuronale Tätigkeit unseres Gehirns ist und nach dem Tod einfach endet.

Gurus und geheime Gesellschaften

Auf der anderen Seite geraten leichtgläubige Menschen oft in die Einflusssphäre von Pseudo-Gurus, Hallelujah-Schwärmern, Krafttier-Schamanen, Sekten oder sonstige esoterisch/religiöse Gemeinschaften. Sie finden dort flauschige Lehren, mystische Riten und Gleichgesinnte, aber nur selten sich selbst.

Wenn es etwas wirklich Okkultes gibt, dann ist das leider am häufigsten die Wahrheit. Das mag gewiss paradox klingen, aber zur Befreiung ist in erster Linie die Wahrheit vonnöten. Denn geistige Reinheit und geistige Unreinheit ist etwas, womit der Mensch von alters her einen unermüdlichen und somit unwillkürlichen Kampf mit sich selber führt.

Zitat: Franz Bardon

3 Grundlegende hermetische Bücher

Wer daher das Glück hat(e) auf die 3 grundlegenden Lehrwerke von Franz Bardon zu stoßen der wird schnell feststellen, dass er mit dem Inhalt aus diesen Büchern – ohne sich irgendwelchen Vereinigungen anschließen zu müssen – äußerst intelligent zusammengestellte und praxiserprobte Lehrwerke, zur Schulung und Entwicklung seines Geistes, seiner Seele und seines Körpers in Händen hält.

Die 3 Hauptwerke von Franz Bardon - Blom Verlag
Die 3 Hauptwerke von Franz Bardon: Blom Verlag

Erstmalig seit Jahrhunderten (und neuerdings auch durch Emil Stejnar) wurde 1957/58 von Franz Bardon die Wirkweise der 4 Elemente und den jeweils dahinter wirkenden Urqualitäten in allem Erschaffenen (Buch: »Der Weg zum wahren Adepten«), die Eigenschaften verschiedener Intelligenzen uns umgebender feinstofflicher Sphären (Buch: »Die Praxis der magischen Evokation«), und die Grundlage der kosmischen Universalsprache (Buch: »Der Schlüssel zur wahren Qabbalah«), mit so einfachen Worten wie möglich, beschrieben.

Mit Recht, kann man daher von einer universellen Einweihung (Handlung, jemand mit etwas bekannt/vertraut zu machen, das er bis dahin noch nicht wusste), sprechen. Bardons erstes Buch hatte ursprünglich nicht den reißerischen Titel »Der Weg zum wahren Adepten”, sondern den Titel “Die Pforte zur wahren Einweihung“. Dieser Buch-Titel konnte aber, wegen einer Namensgleichheit mit einem zur selben Zeit erschienenen Buch von Rudolf Steiner, nicht verwendet werden.

Briefauszug von Franz Bardon
Bardon 1954 über sein erstes Buch

Begriff der Magie

Obwohl Begriffe wie “Magie” oder “Magier” im Laufe der Zeit für alle möglichen in sie hineingestopften Vorstellungen herhalten mussten, hat sich Franz Bardon dafür entschieden diese, als Symbole für die höchste und reinste Einweihung und im Sinne der alten Hermetiker, zu verwenden. 

Falls man aber versucht ist anzunehmen, das dieser Einweihungs-Weg einfach und ohne Schwierigkeiten beschritten werden kann, oder dass einem irgendwelche Geister, wie in Goethes Zauberlehrling, wie von Zauberhand die eigenen Anstrengungen abnehmen, wird man diese Bücher sicher enttäuscht zur Seite legen.

Treffend schreibt Franz Bardon daher gleich am Anfang seiner Einleitung im Buch “Der Weg zum wahren Adepten”: »Wer in dem vorliegenden Werk etwa nur eine Sammlung von Rezepten zu finden glaubt, an Hand welcher er leicht und mühelos zu Ehren und Ruhm, Reichtum und Macht gelangen kann oder die Vernichtung seiner Feinde suche wollte, dem kann vornhinein gesagt werden, dass er diese Buch enttäuscht beiseite legen wird.«

Eine englische Übersetzung und Kleinauflage vom Buch » Der Weg zum wahren Adepten: (»Initiation into Hermetics«), wurde erstmalig (1962) auch von Herr und Frau Pravica/Purgert in die Wege geleitet. Frau Pravica war eine Freundin von Otti Votavova (Sekretärin von Franz Bardon) und die damals engste Vertraute und Kontaktperson von Franz Bardon im Westen. Sie war öfters bei Bardon und hat – unter anderem – auch eine durch ihn durchgeführte Evokation persönlich miterlebt.

Die erste englische Übersetzung des Buches "Der Weg zum wahren Adepten".
Initiation into Hermetics 1962, Purgert/Pravica

Franz Bardon und der Bauer-Verlag

Da die Bücher Bardons, in der damaligen, kommunistisch regierten Tschechoslowakei, nicht erscheinen konnten, hat sich Franz Bardon 1957 dafür entschieden, diese in einem deutschsprachigen Verlag (am Liebsten in der unabhängigen Schweiz) nacheinander zu veröffentlichen. Über verschiedene Ansprechpartner und Kleinverlage hinweg erschienen die Bücher dann aber erstmalig im Bauer Verlag. Das war einerseits sehr clever, da der Bauer Verlag in späterer Folge sehr viele Auflagen herausbrachte, andererseits wurde Franz Bardon aber mit einem lächerlich geringen Honorar abgespeist.

Franz Bardon und die Alchemie

Herr Bauer wurde in dieser Zeit auch ein Patient von Franz Bardon, der in seiner Heimat ja als vielbeschäftigter und sehr erfolgreicher Heilpraktiker tätig war. Wie aus einem Brief Bardons zu entnehmen ist, plante Bardon bereits 1955 – als eigentliche 4te Buchveröffentlichung – ein Buch über Alchemie zu schreiben, welches durch seinen frühzeitigen Tod, leider nicht mehr realisiert wurde und sicher interessante Einblicke in diese Kunst ermöglicht hätte.

Brief von Franz Bardon an Hermann Bauer
Brief Franz Bardon an H. Bauer über seine geplanten Buchveröffentlichungen

Dieter Rüggeberg

Nach dem Niedergang des Bauer Verlages erschienen die Bardon-Bücher dann erfreulicherweise wieder bei Dieter Rüggeberg im deutschen Rüggeberg-Verlag. Wie ironisch das Schicksal manchmal aber ist, hatte Dieter Rüggeberg – noch bevor die Aufgabe der Buchveröffentlichungen an ihn herangetragen wurde -, in den 60iger Jahren mehrmaligen persönlichen Kontakt mit der Sekretärin von Franz Bardon, Frau Otti Votavova, und einmal auch mit dem, von Bardon überaus geschätzten und mit ihm im Briefverkehr stehenden, indischen Guru Swami Sivananda. Da die Verbindung von Bardon zu Sivananda Herrn Rüggeberg damals aber nicht bekannt war, hat er bei diesem Treffen keine diesbezüglichen Fragen an ihn gestellt.

Dieter Rüggeberg und Swami Sivananda
Dieter Rüggeberg mit Swami Sivananda
Die 3 Hauptwerke von Franz Bardon - Rüggeberg Verlag.
Bardon-Bücher: Rüggeberg Verlag

Lumir Bardon

Durch kolportierte neue tschechische “Bardon-Manuskript-Funde” und eine etwas unverständliche Vorgehensweisen von Lumir Bardon (Sohn von Franz Bardon), wurden die Rechte für alle Bücher Herrn Rüggeberg 2018 einfach entzogen und angegeben, dass in den tschechischen “Funden” authentischere, tschechische Texte vorliegen als in den bisher auf Deutsch veröffentlichten. 

Lumir Bardon

An alle Studenten und Verehrer der Werke Franz Bardons!

Letztes Jahr habe ich mich dazu entschlossen die Veröffentlichungen der Arbeiten meines Vaters einem tschechischen Verleger anzuvertrauen, der in meinem Sinne, sämtliche zukünftigen Publikationen in der Tschechischen Republik und im Ausland vertreten wird.

Das ist der Grund, weshalb ich nach vielen Jahren der Zusammenarbeit, die Kooperation mit dem deutschen Verleger, Dieter Rüggeberg mit Februar 2018 beendet und die Rechte, den in Prag beheimateten Verlag  Vodnář, übertragen habe.

Der Verleger hat zugestimmt, dass  so schnell als möglich – und zusätzlich zu den veröffentlichten tschechischen Texten, die Werke auch ins Englische übersetzt werden und somit eine neue Ära beginnt, welche auch die Grundlage weiterer Editionen in anderen Sprachen sein wird.

Beim Durchlesen der Original-Manuskripte meines Vaters fiel mir auf, dass keines der Bücher meines Vaters jemals so herausgegeben wurde, wie er sie selbst im Original geschrieben hat;  der erste deutsche Verleger, Hermann Bauer, hat unglücklicherweise einige kleine Änderungen in den Texten vorgenommen, die seiner Auffassung nach  helfen sollten, die Bücher besser zu verkaufen. In der Folge entstanden auch immer mehr Fehler bei den laufenden Übersetzungen.

In Anbetracht des 60. Todesjahres meines Vaters habe ich mich dazu entschlossen alle Original-Manuskripte dem neuen Verleger zugänglich zu machen, damit er die ursprüngliche Form der Werke meines Vaters wieder herstellt, welche dieser für seine geschätzten Studenten, und nach Anweisung der Göttlichen Vorsehung, geschrieben hat.

Darum bitte ich alle Studierenden des Weges, welchen mein Vater beschrieben hat, um etwas Geduld.

Die Vorbereitungen der neuen Versionen benötigen Zeit, aber ich glaube in einigen Jahren stehen uns die ganzen und authentischen Texte, der Bücher meines Vaters, zur Verfügung.

Ältere und mit Fehlern behaftete Werke werden nicht mehr länger veröffentlicht.

Ich bin davon überzeugt, dass die Werke meines Vaters nur in ihrer authentischen Form publiziert werden sollten und ich weiß, das wäre sicher auch sein Wunsch gewesen.

Tovačov,  21.03.2018                                                               Dr.  Lumir Bardon

Englischer Brief von Lumir Bardon

Marie Bardonova

Ob diese neu aufgefundenen Texte von Franz Bardon selbst auf Tschechisch geschrieben und erst danach auf Deutsch übersetzt wurden, bleibt etwas unklar. Aus einem Brief von Franz Bardons Ehefrau Marie Bardonova geht jedenfalls folgendes hervor:

Brief von Marie Bardonova

Ich war in Wien 4 mal. Imer mit meinem Mann. Er kann gut deutsch, den er hat die deutsche Schulen. Was war deutsch geschrieben, dass kann er antworten, aber tschechische Briefe habe ich Ihm geschrieben.

Durch diese etwas verwirrende Aktion von Lumir Bardon, waren jedoch auf dem deutschen Buchmarkt plötzlich keine Bücher von Franz Bardon mehr zu erhalten. Ebenso hat es dazu geführt den bisher erschienen Ausgaben nicht mehr so richtig zu vertrauen aber auch dazu, dass die alten Auflagen zu horrenden Preisen im Internet angeboten wurden.

Das hat jetzt wieder ein Ende, denn durch eine glückliche Fügung erscheinen die Bücher jetzt wieder im Blom Verlag. (Merkwürdigerweise jedoch noch immer mit den gleichen und schon jahrelang vom Rüggeberg Verlag verwendeten Texten)

Franz Bardon endlich im Blom-Verlag

Die 4 Hauptwerke von Franz Bardon - Blom Verlag.
Franz-Bardon-Bücher: Blom Verlag

Frabato: Ein Leben wie ein Roman

Frabato (= Franz-Bardon-Troppau-Opava | Akronym und Künstlername Bardons) ist ein Roman, um den es immer wieder Diskussionen bezüglich seiner ursprünglichen Fassung gibt. (Wer die seltenen Schriften des Wilhelm Quintscher kennt, wird hier einige Parallelen finden, nur das Quintscher seine Manuskripte schon in den 1930igern geschrieben hat).

Der Roman war das letzte Werk, welches im Todesjahr von Franz Bardon, 1958 offiziell erschienen ist.

Frabato 1958 - Bauer Verlag
Frabato: 1958 Bauer Verlag

Obwohl es Briefe von Franz Bardon gibt in dem er seinen Roman erwähnt (es wurde auch schon an der Idee einer Verfilmung des Romans gearbeitet), hatte Hermann Bauer einiges daran auszusetzen und wollte diesen nicht als autobiographischen Lebens-, sondern als Einweihungs-Roman heraus bringen. Daher ließ er das Original-Manuskript durch seinen Lektor (Hans Geisler), umschreiben.

Franz Bardon über seinen Roman
Hermann Bauer
Der Verleger: Hermann Bauer

Maria Purgert (die Vertraute von Franz Bardon im Westen) hatte, bezüglich des Romans, ebenfalls ein Gespräch mit Hermann Bauer und wollte, nach diesem Gespräch, den Roman noch etwas “umarbeiten”. Hermann Bauer übernahm jedoch nicht ihre Fassung, sondern veröffentlichte die Version von Hans Geisler.

Briefauszug von Maria Purgert
Frau Purgert zu Hermann Bauer.
Briefauszug von Maria Purgert
Frau Purgert: Gespräch mit Hermann Bauer.

Erst kurz vor Ihrer Verhandlung bekam Otti Votavova den entstellten Roman des Bauer Verlags zu Gesicht und schrieb einen empörten Brief an Hermann Bauer.

Breif von Otti Votavova an Hermann Bauer

Frabato: Verschiedene Ausgaben

Frabato: 1979 Rüggeberg Verlag
Frabato: 1979 Rüggeberg Verlag

Manuskript von Otti Votavova

1990 erschien eine weitere Ausgabe des Frabato-Romans durch den Schweizer Bardon-Schüler und Alchemisten Josef Lüthi. Dieser hatte Otti Votavova persönlich in Prag besucht und von ihr das ursprüngliche Manuskript erhalten.

Frabato: 1990 Aurora Verlag
Frabato: 1990 Aurora Verlag

Auch der Uiberreiter-Verlag hat 2012 seine Version von Frabato, mit im Original nicht vorkommenden Anmerkungen und Bildern, herausgebracht.

Frabato: 2012 Uiberreiter Verlag
Frabato: 2012 Uiberreiter Verlag

Frabato im Blom Verlag

Frabato: 2022 Blom Verlag

Wie schon bei den drei vorher beschriebenen Lehrwerken wurde auch bei diesem Roman der Blom Verlag vertraglich darin unterwiesen, hier ebenfalls die gleichen Texte – wie bei der letzten Rüggeberg-Ausgabe – zu verwenden.


Alle deutschen Ausgaben im Blom Verlag

Die 4 Hauptwerke von Franz Bardon.
Franz Bardon: 4 Bücher Erstauflage Blom Verlag

Erfreulicherweise gibt es jetzt im deutschen Sprachraum endlich wieder Neuauflagen der Bardon-Bücher durch den Blom Verlag, welcher die Veröffentlichungs-Rechte für den gesamten DACH-Raum (meint: Deutschland, Österreich und Schweiz) erhalten hat.

Frau Blom wird, sowohl als selbst praktizierende und ernsthafte “Bardon-Schülerin” als auch als erfahrene Verlegerin für die weitere Verfügbarkeit dieser wertvollen Bücher, im deutschen Sprachraum, sorgen.

In der Pipeline möglicher Franz-Bardon-Veröffentlichungen warten jedoch noch weitere Texte, welche den deutschen Lesern bisher völlig unbekannt sind. Man darf daher gespannt sein was sich das Schicksal, beim Auffinden der Schriften Franz Bardons, noch alles “ausgedacht” hat und dem Blom-Verlag viel Erfolg bei seinen Veröffentlichungen wünschen.

Hier kann man die Bücher direkt bestellen: https://www.welt-der-spiritualitaet.net/online-store



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